ERGÄNZT MIT NEUEN BESTIMMUNGEN ZUR NUTZUNG DER VEREINSHALLEN

Liebe Mitglieder, liebe Pferdebesitzerinnen, Stallbetreiber und Reiterinnen

 

Seit einigen Tagen ist unsere Welt nicht mehr so, wie sie war. Unser Alltag steht Kopf, vieles ist nicht mehr erlaubt und wir sind unserer gewohnten Freiheit beschnitten. Eine Situation, die wir uns bis vor Kurzem wohl kaum hätten vorstellen können. Und trotz allem sind wir hier in der Schweiz immer noch in einer privilegierten Lage, es fehlt uns an nichts.

Trotzdem, fast täglich ändern sich die Massnahmen und Regeln des Bundes und das macht die Situation nicht einfacher! Für die Einen mag es unverständlich sein, dass es so ist. Wenn man aber, wie ich persönlich, für den Kantonalen Krisenstab tätig ist, dann hat man auch den Blick hinter die Kulissen. Auch für uns von den Behörden ist jeder Tag anders, die Entwicklung der Krise und vor allem die Weiterverbreitung des Virus ist schlichtweg nicht absehbar und schon gar nicht planbar. Auch wenn wir uns im Vorfeld und zu Übungszwecken mit Pandemien auseinandergesetzt haben, liess sich das Ausmass nicht voraussagen.

 

Auch für uns «Rösseler» hat diese Corona-Krise einige Auswirkungen. Viele Ställe haben seit einigen Tagen ihre Stallordnung an die Situation angepasst. Die Zeit, die wir bei unseren vierbeinigen Partnern verbringen können ist plötzlich zeitlich begrenzt. Ebenso gibt es Regeln für kleinere Räume, wie zum Beispiel der Sattelkammer und dem Reiterstübli und nicht zuletzt für den Reitplatz/die Halle, damit sich auch dort nicht zu viele Personen gleichzeitig aufhalten. Dies zum Schutz von unseren Stallkolleginnen und Stallkollegen und dem Stallpersonal, aber auch zu unserem eigenen Schutz. Der PNW ist für das überlegte Handeln sehr dankbar!  

Wir empfehlen den Pferdebesitzern auch, sich schon heute zu überlegen, wer sich um das Pferd kümmert, wenn er/sie selber mit dem Virus infiziert ist. Denn: «Wer sich mit dem Virus infiziert hat, der unterliegt zum Schutz der Bevölkerung der häuslichen Quarantäne und darf auch nicht in den Stall».

 

Der PNW ist sehr bestrebt seinen Mitgliedern, den Pferdebesitzerinnen, den Stallbetreibern, Reitlehrern, Trainerinnen und den Berufsreitern in dieser Krise eine Stütze zu sein und alle Informationen weiterzugeben. Wir sind dazu im engen Kontakt mit den anderen Verbänden und insbesondere auch mit unserem Dachverband, dem SVPS. Der SVPS leistet grossartige Arbeit und bemüht sich seinerseits uns mit Infos zu versorgen. Die Links sind auf der Webseite des SVPS aufgeschaltet. Der Vorstand des PNW hat entschieden, dass wir uns an die Regeln und Massnahmen halten, die das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kommuniziert. Auch wenn einzelne Verbände andere Regelungen publizieren.

Auf der Seite des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wurden die FAQ's im Bezug auf die Nutzung der Reithallen angepasst:


Pferde sind möglichst vor Ort auszureiten, unnötige Transporte und Ausritte sind zu vermeiden.
Vereinshallen sind grundsätzlich zu schliessen. Kann ein Pferd nicht anderweitig ausreichend bewegt werden, ist dies ausnahmsweise in einer Vereinshalle zulässig. Dabei ist die Anzahl der Reiter, welche die Halle gleichzeitig benutzen auf das Minimum zu beschränken. Dabei ist sicherzustellen, dass alle Regeln des BAG eingehalten werden, insbesondere das social distancing.

Natürlich haben wir grosses Verständnis, wenn Ihr die Vereinshallen wieder öffnet, wir möchten aber an Euch und auch an Eure Mitglieder appellieren, die Nutzung auf ein Minimum zu reduzieren. Dies zum Schutz von jedem einzelnen. Ausserdem denken wir, dass das Reiten in der freien Natur sicherlich in dieser speziellen Zeit ein guter Ausgleich zum aktuellen Alltag ist und der Gesundheit gut tut.

 

Dem PNW ist sich bewusst, dass gerade in unserer Region auch viele Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer ihr Pferd im Elsass oder im südbadischen Raum eingestallt haben. Den meisten wird der Grenzübertritt verwehrt. Wir haben uns mit verschiedenen Behörden in Deutschland und Frankreich in Verbindung gesetzt und ihnen das Problem geschildert. Eine Antwort haben wir bis jetzt nur von der Deutschen Bundespolizei erhalten. Wirklich erfreulich ist diese nicht. Denn wer nicht nachweisen kann, dass er Selbstversorger ist, dem wird die Überfahrt nicht erlaubt. Dies steht auch so in den FAQ’s. Natürlich halten wir Euch auf dem Laufenden, sollten wir neue Infos erhalten oder sollte sich die Lage als solches ändern.

 

Ich wünsche uns allen viel Durchhaltevermögen und vor allem eine gute Gesundheit.

 

Andrea Bürki, Präsidentin PNW

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